Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Languages in Heads

an Grammatik und Sprachwissenschaft kann man als langweilige Themen denken, oder? Viele Kinder haben solche Gedanken, die die Grammatikunterrichte in stundenlange Gleichgültigkeit und Monotonie verwandeln können. Viele Kinder warten nur auf den magischen Moment, wenn die Klingel, die das Ende des Unterrichts signalisiert, und die die Räume und Gänge der Schule füllen lässt, die Klingel, die wichtigere Themen diskutieren lässt, z.B. die neueste Episode der Serien Stargate SG-1 (na ja, dies waren die 90er Jahren). Also, als es sich herausgestellte, hatte ich in diesen Zeiten über Grammatik und Sprachwissenschaft nicht Recht, weil dieses Thema sehr interessant sein kann, sofern man genug Wissen erwirbt, um nicht nur den Wald zu sehen, sondern auch die Bäume. Also, wie hat sich bei mir die Situation geändert?

Was war die erste Sache auf diesem Weg, die ich gelernt habe? Es war die tatsächliche Bedeutung der folgenden Aussage, die Ausländer vielmal über die ungarische Sprache sagen: die ungarische Sprache sei eine sehr schwere Sprache zu erlernen. Für viele Jahre habe ich nicht verstanden, warum ihnen das so schwer ist. Als es sich herausgestellte, konnte ich diese Frage nicht beantworten, weil ich die richtige Perspektive nicht hatte. Früher habe ich es gedacht, dass ich diese Perspektive habe, weil Muttersprachler genug über ihre Sprache wissen, um sich über die Komplexität der Sprache entscheiden zu können. Aber, ist das so? Ist das wirklich möglich diese Sachen zu wissen? Ich habe es bald herausgefunden, dass diese Situation ein bisschen komplizierter ist, als ich es früher gedacht habe. Warum? Weil sowohl Muttersprachler, als auch fortgeschrittene Sprachlerner die Schwierigkeiten und die Komplexität der Sprache nicht täglich entgegenstehen müssen. Na gut, aber was sind diese Schwierigkeiten? Sprechen diese Menschen (Beginner und Muttersprachler) nicht die gleiche Sprache? Was ist der Unterschied? Gleiche Wörter, gleiche Grammatik, also, was ist los? Es ist etwas, das die Muttersprachler nicht mehr tun. Es ist die bewusste Verwendung der grammatischen Regeln.

Aus diesem Gesichtspunkt könnte man behaupten, dass einem die Nutzung von grammatischen Regeln die Sprache schwerer macht. Eine Sprache zu sprechen und wissen sind zwei verschiedene Paar Schuhe, weil man auf eine Sprache ganz gut sprechen kann, ohne etwas über die Grammatik zu wissen. Man soll nur an ein sechsjähriges Kind oder an einen mittelalterlichen Menschen denken. Dagegen gibt es auch Leute, die obwohl alle grammatischen Regeln beherrschen, nicht gut auf einer Sprache sprechen können. Also, was ist der Unterschied? Der Unterschied stammt aus dem Typ des Gedächtnisses, das für das Sprechen benutzt wird. Bevor über die Weise, durch diese Typen die Sprachfähigkeit verändern können, diskutiert wird, soll man es zuerst bestimmen, welche Gedächtnistypen es gibt: a) sensorisch b) kurzfristig c) explizit langfristig und endlich d) implizit langfristig. c) und d) können weiter geteilt werden, aber diese weiteren Teilen sind nicht wichtig für die Diskussion dieses Themas, also sie werden ausgelassen werden.

Memory types

a) Sensorisches Gedächtnis ist sehr kurzfristig (ein paar Sekunden), und es sammelt nur sensorische Informationen, die vom Gehirn weiter verarbeitet werden. Ignorierte Reize treten in dieses Gedächtnis nicht ein.
b) Kurzfristiges Gedächtnis wird für Informationen, die nur für sehr kurze Zeit (<1 min) gespeichert werden müssen, genutzt. Ein gutes Beispiel ist eine Telefonnummer, die man wählt.
c) Auf explizites langfristiges Gedächtnis, das auch als „deklarativ“ genannt werden kann, kann nur bewusst, explizit zugegriffen werden können.
d) Durch implizit langfristiges Gedächtnis (oder prozessuales) können auf die Informationen unbewusst zugegriffen werden, z.B. Radfahren oder Schwimmen, usw.

Also, warum war es so wichtig über diese Typen der Erinnerung zu sprechen? Einfach gesagt, wenn man diese Klassifikation kennt, ist die Beschreibung des Sprachlernprozesses ganz einfach. Lernen ist ein Prozess, der die Wörter und die grammatischen Regeln durch Typ c) aus Gedächtnis Typ b) nach Typ d) migriert. Diese Migration der Information passiert natürlich nicht schnell, und die Geschwindigkeit der Migration ist gar nicht gleichmäßig. Man könnte daran wie eine Ausbreitung der Informationen unter den Gedächtnistypen denken. Weil ein allgemeines Verständnis schon gegründet wurde, ist es jetzt wieder möglich, die originelle Frage zu überlegen: welche Auswirkungen diese Gedächtnistypen an den Sprachfähigkeiten haben. Zuallererst soll man es bestimmen, wo die Wörter bei den Muttersprachlern und Lernern gespeichert werden. Muttersprachler speichern die meisten Wörter im impliziten langfristigen Gedächtnis, demgegenüber spechiern Lerner die meiste Wörter im expliziten langfristigen Gedächtnis. Das bedeutet, dass für diese Leute die Einteilung der Wörter in diesen Gedächtnistypen unterschiedlich ist. Je sachkundiger man bei einer Sprache ist, desto mehr wird das implizite Gedächtnis genutzt, und dewegen wird die Nutzung des expliziten Gedächtnisses abgenommen.

Es ist eine sehr wichtige Beobachtung, weil auf diese Gedächtnistypen ganz unterschiedlich zugegriffen werden kann. Weiterhin, basierend auf die Position der Informationen im Gehirn ist ihre Wahrnehmung geändert. Es ist gut, sich daran zu erinnern, dass auf implizites Gedächtnis unbewusst zugegriffen wird, also die Informationen werden ganz mühelos herausgeholt. Andererseits braucht man mehr Willenskraft, auf explizites Gedächtnis zuzugreifen, deshalb ist es ganz eindeutig, dass diese Situation die Wahrnehmung unserer Muttersprache verändern kann. Weil wir Muttersprachler, die fast ausschließlich implizites Gedächtnis für alle Konversationen nutzen, keine Willenskraft in Sprechen investieren brachen, finden wir unsere Sprache ganz einfach zu beherrschen. Demgegenüber müssen Lerner ganz regelmäßig nach den Wörtern und den grammatischen Regeln in einem schwer zugreifbaren Gedächtnistyp suchen, also sie empfinden den ganzen Prozess des Sprechens als etwas nicht Einfaches. Die interessanteste Sache ist, dass die Leute, die eine hohe Sprachfähigkeit erreicht haben, oftmals vergessen, wie schwer das explizite Gedächtnis zu benutzen ist, und deshalb hört man manchmal die folgende Aussage: He Kerl, es ist nicht so schwer. Na ja, aber in der Wirklichkeit ist das nicht so einfach.